Für die Diagnose des Varroabefalls ist ein Bodengitter erforderlich mit dem der natürliche Varroa-Fall (Anm.: richtig ist Varroa-Fall, nicht Varroa-Abfall, analog Laubfall und Laubabfall, assoziativ mit Ab- fallwirtschaft) quantitativ und qualitativ festgestellt werden kann. Hierdurch kann auf sonstige aufwendige Diagnosemethoden wie chemische, medikamentöse, Auswasch- und Schüttelmethoden voll verzichtet werden.

Bodengitter haben weitere Vorteile: Zum einen sind sie sehr vorteilhaft bei Wanderungen und Umzügen, zum anderen halten sie im Winter den Boden trocken und können unabhängig von der Fluglochgröße zum Belüften verwendet werden. Bemerkenswert ist aber, daß Bodengitter gemäß US-Forschungen den Milben-Endstand einer Saison rein rechnerisch um über 50 % reduzieren, weil lebende Milben, die nach unten abgeworfen werden, nicht mehr hochklettern, bzw von den Bienen wieder aufgenommen werden können.  In natürlichen Hohlräumen können Milbern auch nicht mehr hochklettern, weil dort kein Krab-belboden ist.

Als Material für Bodengitter empfiehlt sich Edelstahlgewebe oder Streckgitter, aber auch verzinktes Material ist geeignet, vorausgesetzt es werden keine Säurebehandlungen mehr vorgenommen. Auf Kunsstoffgitter sollte verzichtet werden, weil es je nach Kunsstoffsorte bei höherer thermischer Belastung durch starke Völker im Hochsommer zu großen Verwerfungen kommen kann. Die Maschenweite sollte nicht zu eng gewählt werden, weil sonst im Eingangsbereich Propolisverkittungen stattfinden; bis zu 4 mm Maschenweite ist denkbar.

Der Preis für 1 qm Edelstahlgitter ist recht hoch, das billigste gibt es mit ca 15.- € bei Weber/Gera, andere verlangen ca .25.- € pro qm. Mein Tip: Größere Mengen verzinkten Materials sind z.B. für umgerechnet 2,50 € in Rumänien bei fast jedem Eisenwarenladen in den größeren Städten zu bekommen. In Deutschland muß man schon sehr suchen und zahlt dann ca 13.- €/qm.

Nachfolgend zeige ich hier auf, wie ein einfacher, stabiler Varroagitter-Boden, der Mehrfachnutzen bietet, mit Hilfe alleine einer guten Kreissäge, z.B. ELU selbst gebaut werden kann.

Die Einzelteile des Bodens:

5 versch. Abmessungen Lärchenbretter 24 mm zu je 2 Stck,     nur 2 Stck. davon sind gefalzt mit 2 Sägeschnitten

ein paar Spax-Schrauben und vier Reiber aus Alu od. Holz                                          

Die Einzelteile des Bodenschiebers:

1 Betoplanplatte 4 mm, wasserfest und 2 Stck Griffleisten
zusätzlich abgebildet: 1 verzinktes Gitter 4mm

Bild 1
Bild 2
Bild 4
Bild 3
Bild 5
Bild 6

Bild 1: Zusammenschrauben des Rahmens, Ausmessen der Diagonalen für die Rechtwinkligkeit
Bild 2: Ergänzen des Rahmens mit 2 Zwischenstücken und Aufschrauben der 2 gefalzten Schubleisten
Bild 3: Aufschrauben von je 2 Reibern (auch in Holz möglich) auf den Stirnseiten
Bild 4: Auftackern des Varroagitters
Bild 5: Fertiger Boden mit 2 Fluglochkeilen und dem fertigen Bodenschieber mit zwei Griffleisten
Bild 6 : Fertiger Boden im Einsatz - die Ansicht ist symmetrisch, hinten und vorne gleich

 Vorteile dieses Bodens:

 o keine Bausperre erforderlich

  o Herausziehen des Bodenschiebers: Belüftung v. unten

 o Transport durch Einschieben des Hebegerätes unten

 o hinten wie vorne gleich - Ausflug nach 2 Richtungen

Home
Varroagitterboden

   ROMUALD HOFMANN

c)Hofmann    Stand 01.06.2005