Primorski-Bienen sind derzeit nicht varroaresistent und werden dies wohl im eigentlichen Sinne auch nie werden, ebensowenig wie die afrikanisierten Bienen Amerikas (AHB) oder die Indische Honigbiene (IHB).
Zuchtbemühungen in Richtung Varroatoleranz bzw. Varroaresistenz werden daher immer an eine Grenze stoßen, egal um welche Abstammung es sich handelt.
Das Überleben der Bienenvölker mit verbesserten Varroa-Überlebens-Eigenschaften (Vitalitätsfaktor) ist daher von weiteren äußeren Bedingungen abhängig:
Je nach -Einhaltung obiger Bedingungen ist mit einer Überlebensquote bis zum nächsten Jahreszyklus von 50 bis 80 % zu rechnen.
Aufgrund der vorgenannten Bedingungen für eine Überlebensfähigkeit von nicht behandelten Primorski-Bienenvölkern ist eine solche Bienenhaltung nur für den Hobby-Imker geeignet. Will dieser aber auch viel Honig ernten, dann muß er ebenfalls noch zu anderen Maßnahmen greifen.
Für Erwerbs- und Nebenerwerbsimker ist eine vollständige Nichtbehandlung gegen die Varroa und die Einhaltung der Bedingungen für die behandlungsfreie Bienenhaltung in unseren Klimabreiten wirtschaftlich absolut nicht tragbar.
Es hat auch keinen Sinn auf die Erzüchtung der ultimativ varroaresistenten bzw. -toleranten Honigbiene zu warten.
Sinnvoll ist in jedem Fall die separate Weiterzucht der Varroa-Resistenzfähigkeit und die allgemeine Verbreitung solchen Gen-Materials, allerdings unter Vermeidung der Wiederverbreitung von Nosema- und Kalkbrutanfälligkeit.
Ein neuer Weg ist die mechanische Beeinflussung der Varroavermehrung durch wiederholte Rotation der Bienenbrutzellen

ROMUALD HOFMANN
c)Hofmann Stand 01.06.2005