Der Imker Layos Konya aus Ungarn hat eine sogenannte “Drehrahmen-Beute” mit 10 kreisförmigen Rähmchen im Brutraum entwickelt.
Diese Rähmchen werden während der Hauptbrutphase mindestens alle 24 Stunden um 180 Grad gedreht.
Die Varroa-Milben orientieren sich in den Brutzellen anhand der Schwerkraft und legen nach ca. 70 Stunden nach Verdeckelung immer an der oberen freien Seite der Brutzelle ihre Eier ab. In den ersten 24 Stunden nach Verdeckelung sind die Milben sogar zunächst einmal komplett inaktiv und stellen sich tot.
Laut Lajos Konya schlüpfen im Endeffekt nur kleine weiße nicht lebensfähige Milben.
Weitere Effekte sind laut Konya:
Lajos Konya hat ein internationales Patent bekommen auf diese runden Waben, die über eine zentrale Achse gedreht werden.
Seit Anfang 2005 bietet die Fa. Anivet, Budapest eine mit einem Elektromotor versehene Magazinbeute dieser Art komplett für 264.- EURO netto ab Werk Budapest + 66.- EURO MWST + Transportkosten an.
In Ungarn und Bulgarien ist die Dreherei angeblich bereits weit verbreitet. Im allgemeinen drehen die Imker die Eigenbau-Bruträume manuell mit mechanischen Hilfsmitteln.
Die Landesanstalt für Bienenkunde an der Universität Hohenheim, Dr. Peter Rosenkranz und Dr. Liebig haben in 2004 bereits erste Versuche in ortsüblicher Manier durchgeführt:
Zwischen Ende April und Mitte Juni wurde wöchentlich! und insgesamt 8 x “gepurzelt”.
Alle zweiWochen stand der Brutraum 1 Woche! lang auf dem Kopf. Alle “gepurzelten” Völker gerieten in Schwarmstimmung. Das wöchentliche “Purzeln” wirkte sich nicht auf die Bruttätigkeit und auf die Honigleistung aus. Auch auf den Varroabefall blieb das “Purzeln” ohne Wirkung.
Was soll man dazu sagen?
Nach zwei bzw. einer Woche ohne Drehen können ohne Zweifel schon verdeckelte Weiselzellen vorhanden sein und die Varroen sind fast schon wieder geschlüpft.
Ist das nicht eine verkehrte Welt?
Ich wußte gar nicht, daß die Zuchtbienen in Hohenheim so schwarmfreudig sind!
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ROMUALD HOFMANN
c)Hofmann Stand 01.06.2005